kleines wird GROSS – Frieden wächst

 


 

Eröffnungrede von EDITHA

– der kleine Frieden –

kleines wird GROSS–Frieden wächst
Farbholzschnitt und 185 Zeichnungen
von EDITHA Pröbstle
26. Mai bis 13. Juni 2011
Festungskirche Ehrenbreitstein
Kirche auf der BUGA 2011

Eröffnungrede von EDITHA
– der kleine Frieden –
am 26.03.2011 in der Festungskirche Ehrenbreitstein

Man schreibt das Jahr 1667. In England schneidet Robert Hooke eine dünne Korkscheibe durch und legt sie unter ein Mikroskop. Noch nie hatte ein Mensch darauf geachtet aus welchen Bestandteilchen eine Pflanze besteht. Der Entdecker zog sofort Vergleiche in der Natur, fand, dass die vielen kleinen Teilchen ähnlich wie eine Bienenwabe aussahen und nannte es Zelle. Acht Jahre später fand man heraus, dass alle Pflanzenteile aus verschiedener Gestalt aufgebaut sind. Es gibt kugelige, ovale, halbmondförmige, vieleckige und verzweigte Zellen, die im allgemeinen sehr klein sind. Hier von Plastiden, Vakuuolen mehr zu erklären, führe zu weit, aber über den Zellkern sollten wir nachdenken, ist er doch eines der größten Wunder der Schöpfung. Alle Pflanzen haben, mit Zellplasma umgeben, einen kleinen runden, ovalen oder linsenförmigen Körper: den Zellkern. Darin findet man wiederum ein netzartiges Gebilde, das Chromatin. Es ist von höchster Bedeutung im Leben der Pflanzenzelle und darüber hinaus für alle Lebewesen. Bevor die Zelle sich zu teilen beginnt, ordnet sich das Chromatin schleifenförmig an zu den Chromosomen oder Kernschleifen. An ihnen hängt die Vererbung, also die Weitergabe der Erbanlagen von Eltern auf die Nachkommen, im Pflanzen – wie im Tierreich. Aus einem Samen wächst z. B. der Eichbaum, aus einem anderen die Distel und aus wiederum einem anderen z.B. ich, der Löwenzahn.
Nun will ich meine Geschichte erzählen, die auch die Geschichte meiner Geschwister ist:

„Jetzt han dia it amaole dr Lewahan usgrisswa – etz guk au do mol“- hörte meine Familie gleich am ersten Tag der BUGA zwei Frauen wohl aus Schwaben diskutierend, als sie am Eingang der Festung auf dem langen Weg verschnaufend in der Nähe des großen Kinderspielplatzes sich ins Gras setzten. Goldgelb hatten sich unsere Familien ins beste Strahlenkleid verpackt. Vielleicht wollten die zahlreichen Blüten auch gegen die übermächtig eingepflanzte Tulpenvielfalt, die alle Augen auf sich zogen und Ton in Ton zu vielen begeisterten „Ah“ und „Oh“ und „Schau mal“ animierten. „Ha dia Löwenzähne- Du I han do ghört, dass dia richtige Heilkräuter send…
„Kürzlich han I em Radio oder iwois nemme- was em Fernsehr ghert, dass dia a Kraut gega so viele Krankheita send… Wat I ans en mr. Tasch no aufgschriaba“ (und sie holte einen Zettel aus ihrer Tasche hervor) „I lies dirs amal vor.Und als diese lange Litanei von guten Dingen über uns fertig war, zogen sie ab – schließlich waren sie ja gerade erst am Anfang der BUGA-Schau und für ihr Geld wollten sie ja was sehen.
Es war kalt, aber die Sonne hat die Erde ganz leise und zart geküsst und meine Mutter wuchs und wuchs aus der dunkeln Erdspalte heraus, wurde größer und stärker. Grün und grüner wurde sie und plötzlich entfaltete sich eine Blüte. Sie wissen ja – Gelb, die Farbe des Kaisers, der Sonne, der Heiligkeit – goldgelb erstrahlte sie und saugte alle Sonnenstrahlen in sich ein. Traumhaft verwandelte sie jeden grauen oder braunen Spalt der Erde in eine goldene Flut, verzauberten die Landschaft und den Menschen wurde klar – es ist Frühling, es ist Neubeginn, es ist endlich die Zeit, die man wieder und wieder genießen darf. Aber dann zerrann die Zeit in Lichtfluten und mehr und mehr ver-blasste auch meine Mutter und gebar mich, uns, die Samen. Einige Tage später hatten Mutter, die vielen Tanten ihre Strahl- und Leuchtkraft verloren, sie erblassten und verwandelten ihre Gestalt. Ihre Reife hatten sie erreicht. Das war schließlich Ziel und Zweck des Lebens.
Pusteblumen, so nennt man uns im Volksmund. Weißschleiernd zuerst noch als große runde Kugelgebilde wie ein Ballon aufgeblasen klebten wir zusammen, wurden gestärkt, wurden – ob wir wollten oder nicht – immer mehr abgenabelt um uns dann :Los!! Gezählt habe ich uns nicht, ich nehme an, es waren 186 – warum gerade so viele? Na klar- einen ‚Tag brauchten alle Koblenzer bis sie begriffen hatten, dass jetzt BUGA-Zeit- also Blumen- und Kulturzeit anfing
Schade, hier direkt konnte ich nicht wurzeln, also nicht keimen um Neues zu gebären, aber eine von uns blieb an einer Kehrschaufel kleben und wurde auf einem Komposthaufen abgestreift. Wir anderen hoben langsam ab. Mutter und Tanten standen ziemlich nackt unter uns. Und schon flogen wir – meine Geschwister und ich. Wissen Sie, wie es ist sich im Wind langsam nach oben zu bewegen. Zuerst hielten wir uns noch an den zahlreichen Schon kleine Kinder kennen uns Löwenzähne; keine Angst, wir beißen nicht und erfreuen die Menschen durch das Abblühen als kleine Pusteblumen Auf fast jeder Wiese stehen wir und nur wenige wissen, dass wir vorzügliche Heil- und Küchenpflanzen sind. In vielen Gärten dürfen wir uns frei entfalten, weil wir für schön und wichtig gehalten werden. Unsere Heilwirkung wird oft verkannt. Blutbildend, harntreibend, Bronchitis, Husten, Fieber, Appetitlosikeit, Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung, Magen-schwäche, Hämorriden, chronische Gelenkerkrankungen, Gicht, Gallenschwäche, Nierensteine…. Na ja… ich könnte ja gerade so weiter machen, aber dann wird meine Erzählerin wohl Stühle für Sie alle holen müssen und sie werden morgen noch hier lauschen.Wissenschaftlich nennt man uns Taraxacum officinale und wir gehören zur Pflanzen-Familie der Korbblüter. Der englische Name ist Dandelion und oft sagt man nur Butterblume, Echter Löwenzahn oder Kuhblume – sogar gemeine Kuhblume zu uns. Blätter, Blüten und Wurzel von uns kann man verwenden. Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Cholin, Inulin beinhalten wir. Haben Sie uns schon einmal als Tee getrunken.um den Körper zu entgiften?
Wir lassen uns überall nieder, sind hartnäckig und zäh. Auf Weiden und Wiesen findet man uns in großen Mengen. Unser Stiel enthält eine Löwenzahnmilch, die klebrig ist. Wenn ich aus der intimen Künstlerschule plaudern darf – EDITHA hat uns in ihren Kindertagen sogar als Haarkranz geflochten und die dunklen Haare glänzten mit uns Blüten, so dass die Bienen ihre Freude daran hatten, sie zu necken und von uns zu kosten.
Jetzt bin ich aber völlig ins Schwärmen geraten und ich wollte ja über Frieden und uns reden. Frieden und Freiheit sind zwei wichtige Worte und wir können diese Wichtigkeit erst begreifen.
Die nachfolgenden Gruppierungen stehen stellvertretend für alle rund 5.000 Urvölker der Erde, die eine kulturelle und biologische Vielfalt präsentieren, die es schon in naher Zukunft nicht mehr geben könnte. Bei der Auswahl der indigenen Völker wurden bewusst verschiedene Regionen der Erde berücksichtigt. Dennoch kann hier nur ein sehr kleiner Teil vorgestellt werden.
Im Amazonasgebiet an der brasilianisch-venezulanischen Grenze leben die Yanomami-Indianer in einem geschützten Regenwald-Reservat. Noch existieren etwa 30.000 Yanomami, ein stolzes und kriegerisches Volk, das nicht andere Völker sondern Tapire, Wollaffen, Gürteltiere und Vögel jagt. Sie ernähren sich von Bananen, Maniok, Papayas und Taro-Früchten und lieben die Natur. Des Weiteren betreiben die Amazonas-Indianer Ackerbau, indem sie mehr als 60 verschiedene Pflanzen heranziehen und wir werden uns sicherlich bei ihnen wohl fühlen. Leise und friedlich flogen wir höher und höher. Wie viele Möglichkeiten hatten wir, die Samenfalterchen, die jetzt die Welt zu erkunden. Wo sollte ich denn hinfliegen?. Überraschungen waren nicht ausgeschlossen.
72 hatte sich den Rhein entlang zum Vierseenblick verflattert und 31 meinte sich in der wunderschönen Kirche in Bamberg, wo Martin Emge gerade die Messe zu lesen begann, plazieren zu können. Wenn ich alle Stationen aufzählen wollte, wo meine Geschwister überall wurzeln wollen, würden wir hier Wurzeln schlagen. Witzig war die Begegnung mit Frau Ottilie im Flüsterkasten des Theaters in der Josefstadt in Wien. Sie pustete 46 einfach weiter auf die Bühne damit er als Akteur mitwirken konnte.
Noch lagen die Gondeln im leichten Auf und Ab des Wassers gefangen. Ein Gast, der sich in Venedigs Karneval zu sehr verausgabt hatte, suchte wohl zu Hause lange nach seinem Hut, dem sich 74 leicht zippernd näherte und 75 lernte sogar wie man sich in Indien begrüßte. Ich grüße dich wird in vielen Ländern Asiens unter Hindus gesagt und bedeutet, ich habe Ehrerbietung für Dich sowie für das Göttliche in einem Heiligtum. .“ Einer Überlieferung zufolge soll Albert Einstein einen anderen Wissenschaftler gefragt haben, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, geantwortet haben: „Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.“ Als übliche Geste werden dabei die Innenhandflächen zusammengeführt, in Nähe des Herzens an die Brust gelegt und der Kopf leicht gebeugt. Während in der westlichen Welt normalerweise auch das Wort Namaste dazu ausgesprochen wird, ist in Indien die Geste nicht notwendigerweise vom wörtlichen Gruß begleitet
Manchmal wird eine noch tiefere Ehrbezeugung dadurch ausgedrückt, dass die gefalteten Hände angehoben und die. Fingerspitzen beider Zeigefinger auf die Stelle zwischen den Augen gelegt werden. An eben jene Stelle, wo sich nach hinduistischer Lehre das Mystische verbirgt
Einige von uns wurden vom Rücksog des Sahara-Windes auf den Afrikanischen Kontinent gezogen. Wie gut, wäre es, wenn wir hier auch wurzeln könnten. Wo wir sind ist auch Wasser. Wir könnten helfen, dass die Biosphäre sich wasserfreundlich entwickeln könnte.
65 bekam große Ohren. Er hörte, was ein Behinderter sich anhören musste und 91 sollte als feuchte Wisch sanft…na Sie wissen schon
Und so wurde einer von uns von einem einjährigen Huftier gefragt, wer wir seien….170 machte es sich in Andernach bequem- er genoss es von Touristen bestaunt zu werden und sich vom Geisir in die Höhen tragen zu lassen.169 flog in die umgekehrte Richtung und landete verdutzt auf einem Hausacher Trachtenhut und 165 meldete sich sogar von der Verdunschlucht in Frankreich – ja, wir haben keine Grenzen und können uns ausbreiten, so wie Frieden, wenn einer damit anfängt und alle auf diesem Planeten aufeinander angewiesen sind – und das sind die Menschen doch, obwohl viele von ihnen das noch nicht begriffen haben.
Viel zu erzählen hätte 175 der bei den Nabu im südlichen Kordofan in Afrika sich in einer Rundhütte nieder gelassen hatte. Sicherlich wird 154 in Lettland zwischen den vielen Seen glücklich. Vielleicht werden seine Nachkommen von Kindern auch mal zu einem Mitsommernachtskranz geflochten werden. Ganz weit flog 153 – machte immer wieder Pausen, ruhte aus und ließ sich wieder weitertragen- das hätte ja auch schief gehen können, wenn ein unachtsamer Wanderstiefel auf dem Rheinsteigwanderweg auf ihn getreten hätte. So wäre ein Weiterflug nach Narwik nicht möglich gewesen. In die Schule durfte auch einer von uns. Ob er wohl etwas fürs Leben gelernt hat? Vielleicht hat auch ein Lehrer den Kindern beigebracht, dass Frieden schon im Kleinen anfängt und wir keine Ellbogen brauchen. “Bitte“ und „danke“ zur Selbstverständlichkeit gehört, um etwas zu erreichen. Wie gern wären die Straßenkinder aus La Paz auch in eine Schule gegangen, aber so hatten sie nicht mal ein normales Nachtlager – ähnlich wie viel Kinder in anderen Ländern, wie mir aus Kairo berichtet wurde. Die ‚Carneby-Street in Englands Hauptstadt hat fast nichts von Jubel und Trubel verloren, berichtete Nr.138. In Frankfurt wollte einer von uns direkt die Aktionen an der Börse beeinflussen und ein weiterer die jungen Giraffen begrüßen.
97 wollte sich einfach auf einen Kopf legen und es wurde gefragt, warum: Die Erklärung war, dass eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre das Verständnis der Rolle war, die unser eigenes Denken in der Gestaltung unseres Lebens spielt. Jeder einzelne unserer Gedanken ist viel mehr, als wir bisher annahmen. Gedanken sind bei weitem keine vagen “Nichts”, die zu nichts führen und nichts bewirken, sondern sie sind – wie Forscher auf dem Gebiet der Neurologie herausfanden – elektrische Impulse, die elektrische und chemische Umschaltungen im Gehirn auslösen. Gedanken sind also Kräfte. Wenn das Gehirn ein elektrisches Kommando – einen Gedanken erhält, so startet es sofort mit mehreren Aktivitäten: Es reagiert auf den Gedanken, indem es die entsprechenden chemischen Kontrollsubstanzen im Körper freisetzt, und es versetzt das zentrale Nervensystem in Bereitschaft, entsprechend zu reagieren und zu handeln. Während wir den Gedanken denken, ist uns nicht bewusst, was das Gehirn damit macht, wohin es die neue Information leitet, und was es daraus macht, wird von unserem Unterbewusstsein bestimmt, d.h. von dem, was wir von unserer Kindheit an gelernt und erfahren haben. Wir selbst haben einst glücklich und zufrieden ein Leben in Harmonie und Liebe gelebt und wir sollten nicht vergessen, dass wir auch hoffentlich gottverbunden und in der Natur leben. 104 hatte unter dem freien Sternenhimmel geschlafen und hörte morgens ein Gespräch zwischen zwei Zweibeinern:“ Viele von uns hatten aus den sprudelnden Quellen der Berge und aus munteren Bächen frisches Wasser getrunken. Wir hatten gegessen, was Gott uns in frohen Farben mit süßem Geschmack und Duft in den Wäldern und Dschungeln bereitete. Wir atmeten die würzige Luft, badeten uns im Licht der Sonne und in den kristallklaren Seen. .Alles bildete eine Einheit, so hören wir einige Menschen sagen. Wir waren es gewohnt, auf uns selbst zu achten und verantwortlich zu handeln. Wir achteten das Leben aller Wesen. Wir ehrten unseren höchsten Vater und unsere Erden-Mutter. Erst, als wir uns von der fremden Stimme leiten ließen, begannen wir, uns selbst innerlich und unsere Umgebung äußerlich zu verändern. Immer mehr eigensinnige Wünsche wurden in uns wach. Wir bekamen Angst, dass uns die Natur vernichten wolle. Das Dach des Himmels schien uns nicht mehr sicher genug. Die Nahrung, die uns von unserem Schöpfer gegeben war, schien uns nicht mehr nahrhaft genug. Das klare Wasser in den Bächen schien uns nicht mehr schmackhaft genug. Die Wälder, Flüsse und Berge schienen uns voller Gefahren und nicht begehbar. Wir fingen an, alles nach unseren ‘neuen’ Wünschen zu verändern. Wir bauten uns Häuser, kochten unser Essen, machten uns unsere ‘eigenen’ Getränke. Wir begradigten die Flüsse und machten die Wälder ‘begehbar’. Die Tiere darin erschienen uns zu wild und dazu geschaffen, einen Schmuck in unserer Stube an der Wand abzugeben. Das Land, in dem wir wohnten, schien uns nicht mehr groß genug. Wir schnitten in die Wälder und bauten uns große Schiffe. Wir befuhren die Meere und beraubten die arglosen Völker, die uns in den ‘entdeckten’ Ländern freundlich begrüßten. Wir sahen Gold, Silber und Edelsteine. Wir wurden blind für alles Leben und sannen danach, wie wir den ‘Reichtum’ für uns allein ‘gewinnen’ könnten. Tiere, Menschen mit anderer Hautfarbe und Naturkräfte wurden als wild, als gefährlich und menschenfeindlich befunden. Wir ersannen uns Listen, wie wir sie uns ‘gleich’ machen könnten, damit die ‘fremden Wesen’ unsere Idee vom ‘goldenen’ Leben befürworteten und wir so ihre Schätze ungehindert ausgraben könnten. Unser von uns so verstandener ‘Glaube’ erlaubte, ja gebot uns sogar, jeden Menschen mit allen Mitteln zu bekehren. So hatten wir einen Grund, gegen sie in den ‘Kampf’ zu ziehen. Einen Kampf in ‘Feindschaft’, von der unsere Gastgeber noch nichts wussten, weil wir sie mit freundlichen Worten täuschten, um sie zu überwältigen“. Dann war für kurze Zeit Stille eingetreten bis die Stimme dann weiter tönte: „Wir selbst hatten uns schon so sehr an unser fremdes Leben gewohnt, dass wir gar nicht mehr erkennen konnten, in welcher Harmonie und in welchem Glauben die Menschen zur Natur und zu Gott lebten, die wir nun missionieren wollten“.
Unsere 103 flog in die Ukraine, in die Nähe der Stadt Prypjat. Besser ist dieses Gebiet negativ uns bewusst mit der Katastrophe von Tschernobyl , die sich am 26. April 1986 ereignete. Wir werden wohl nie mehr mit ihm in Kontakt kommen können, denn die Verstrahlung ist für Mensch, Tier und uns Pflanzen schädlich.112 traute sich in ein anderes Gebiet über dem Himalaja nach Armanath, in das des Hinduismus und Shivaismus und Schiva heißt ja auch Glücksverheißender. Die Gottheit verkörpert aber auch die Zerstörung und mit Brahma, dem Schöpfer und Vishnu, dem Bewahrer hoffen wir alle auf gemeinsamen Frieden.
95 flog Richtung Polen in die Nähe der Stadt Oswiecim und legte sich traurig auf einer Bahnschiene nieder. Nie mehr sollte es ein Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau und all die anderen geben. Jeder, auch Du Mensch, kannst einen Teil des Großen Frieden beitragen und Rückgrat zeigen und gegen Gewalt und Ungerechtigkeit eintreten.
Worte wie Schall und Rauch – nicht ganz. Das Atomdesaster in Japan trifft nun auch uns, so meldete es der Schweizer Sender Freeman um 20 Uhr am 22. März 2011. Eine aus Westen strömende radioaktiv verschmutzte Wolke hat Europa erreicht und wird morgen von Deutschland aus in der Schweiz ankommen. Was haben uns aber Experten vor einigen Tagen gesagt? Wir werden sicher nicht von dem Atomunfall in Japan betroffen sein.
“Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit. -Sprüche Salomons 14,29. Geduld ist eine Wurzel, die manchmal bitter ist. Wo Liebe ist auch Freude. Aufregungen gehören zum Leben wie das Atmen oder das tägliche Brot. „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“ heißt es in einem Spruch, was eine von uns, an einem Klavier gelandet, mitbekommen hatte. Tatsächlich ist das Singen so alt wie die Menschheit selbst. Schon in frühen Funden der Bronzezeit(2200 – 800 v.Ch.) hat man einfache Musikinstrumente wie Rasseln oder Trommeln nachgewiesen. Musik begleitet die Arbeitswelt, dient der Unterhaltung oder dem Tanz, begegnet uns in religiösen Ausdrucksformen oder kann sogar in therapeutischer Hinsicht verwendet werden. Kaum ein Mensch heute, der noch ohne Ohrhörer des ipod herumläuft. Der Musik wird die Kraft zugeschrieben. So machte sich auch 86 auf, sich im Singsang vieler Menschen zu bewegen.
Nr. 90 flog über die Alpen, natürlich in Etappen, aber er hatte sich ein besonderes Ziel ausgesucht. Er wollte einfach einen Gruß von der BUGA direkt zum Papst bringen, denn noch vor kurzem hieß es in den Zeitungen. Wir sind Papst und jetzt steht es in Koblenz – Wir sind BUGA. 177 landete ganz oben auf einem Platz, an dem Folgendes eingraviert war: “Denken Sie bei ihrem Spaziergang auf dem Brocken daran – Bemühungen den durch Bergbau, Holzwirtschaft, Köhlerei und Rodung sehr strapazierten Wald des Harzes zu schützen sind bei weitem keine Erscheinung unserer heutigen Zeit. Schon 1718 gab es eine Waldschutzverordnung.“
Frühere Generationen fanden Schönheit und einen Sinn für das Wunderbare beim Beobachten des Himmels. Das heutige wissenschaftliche Wissen verstärkt und vertieft diesen Eindruck. Es ist immer noch möglich, an all dem teilzuhaben, indem man einfach vor die Haustür geht und nach oben blickt. Allerdings sollen die UV-Strahlen beim Sonnenbaden das Hautkrebs-Risiko erhöhen; gleichzeitig regen sie die Produktion von Vitamin D an, was wiederum vor Krebs schützt. Das könnte die negativen Folgen vielleicht mehr als aufwiegen, vermuten norwegische Forscher und ich danke, dem Kuss der Sonne, ohne die wir gar nicht existieren könnten.
Nr. 140 flog fast am weitesten, nämlich auf den Kontinent Australien. Einst gab es einen Grosskontinent, welcher Gondwana genannt wurde und Australien war ein Teil davon. Gondwana bestand zur Zeit des Mesozoikums, vor etwa 245 bis 65 Millionen Jahren. Man nimmt an, dass vor ca. 60000 Jahren die Aborigines nach Australien kamen. Er berichtete auch, dass er sich in einen Bären verliebt hatte. “Koala” wird in der Sprache der Aborigines mit “trinkt nicht” übersetzt. Da es jedoch sehr viele Sprachen und Dialekte der Ureinwohner gibt, gibt es auch verschiedene Namen für den Koala. Einige sind z.B.: Kolo, Kola, Kuhla, Kaola, Burabie, Kallwein, Kuhlewong, Karbor oder Goribun. 134 kniete sich auf der Straße in Peking nieder und beobachtete einen Chinesen, der mit einem großen Pinsel die Worte Frieden mit Wasser zeichnete. Hier sind wohl auch die Gedanken nicht frei. Ai Weiwei lässt grüßen und jetzt?“ Wer sich ausdrücken möchte, hat Angst“, schreibt am 8. Mai 2011 eine österreichische Volkszeitung.
77 und 148 flogen östlich in Lande, wo der Koran beheimatet ist. Ein Stichwort ist hier Dschilbab, was irgendeine Bekleidung wie ‘Frauenhemd’, ‘Kleid’ etc. bedeutet. Auf keine Weise bedeutet es eine Bedeckung irgendeines speziellen Körperteils. Jedoch haben die Interpretationen der traditionalistischen Muslime diesem Wort derart viele Bedeutungen zugeschrieben, die vollständige Körperbedeckung gemäß einigen, die Bedeckung von zwei Augen oder einem Auge gemäß anderen und des Körpers mit Ausnahme des Gesichts, der Hände und Füße gemäß anderen. Wäre Gottes Absicht gewesen, Frauen von Kopf bis Fuß verhüllt zu sehen, hätte Er es ausdrücklich erwähnt.
Einer hatte sich in eine Giraffe verliebt, dem höchsten landlebenden Tier. Bullen werden bis zu 6 Meter hoch und wiegen bis zu 1900 Kilogramm. Um den Kopf zum Trinken nach unten zu bewegen, muss die Giraffe Muskelarbeit aufbringen. Da haben wir es schon viel besser. Aufgrund der Länge des Halses ist das Herz der Giraffen besonders leistungsstark. Es kann 60 Liter Blut pro Minute durch den Körper pumpen, wiegt 12 Kilogramm und sorgt für einen Blutdruck, der dreimal höher ist als beim Menschen. Direkt unterhalb des Gehirns befindet sich ein dichtes Geflecht dünner Arterien, die den Blutdruck aufnehmen und reduzieren können, um das Gehirn beim Trinken vor Beschädigungen zu schützen. Die blaugraue Zunge kann 50 Zentimeter lang werden und ist zum Greifen befähigt. Das Muster des Haarkleids besteht aus dunklen Flecken, die sich von der helleren Grundfarbe abheben. Je nach Unterart variiert die Form und Farbe der Flecken. Die Unterseite ist hell und ungefleckt. Die Flecken dienen der Hitzeabgabe.
Und einer von uns flog nach Mexiko, nach Oaxaca, wo zur Zeit einige von EDITHAs Farbholzschnitte in einem Museum lagern. Oaxaca. Ein Zitat dort lautet:„El respeto al derecho ajeno es la paz“, was so viel bedeutet wie „Friede ist der Respekt gegenüber dem Recht des Nächsten“. Dieser Satz ist auch in überdimensionalen Lettern auf einem Berg der Hauptstadt angebracht. Das einzige Lebewesen unter den Säugetieren, das nackt geboren ist und das Bedürfnis nach Kleidung verspürt sind die Menschen.181 machte es sich bequem und nistete sich einfach in einer Manteltasche ein. Er überlies es dem Zufall, wohin es ihn führen würde. Die Kleidung des Menschen war immer schon vielfältig über die Jahrhunderte, entsprechend des Zeitalters, der Gewohnheiten, des Klimas, des Berufs, des Alters usw. Während es in den Gesellschaften mit indogermanischem Ursprung häufig Veränderungen bei der Kleidung gegeben hat, haben es die asiatischen Gemeinschaften vorgezogen, konservativer zu sein
Ja, unsere Geschichte könnte noch in zahlreichen Beispielen fort- gesetzt werden. Vielleicht habe ich Ihnen ein wenig die Augen geöffnet für eine kleine Blume, den Löwenzahn und meine Reihe „Kleines wird GROSS“ – Frieden wächst“ möchte auch zeigen, dass aus kleinen Begegnungen Grosses und Schönes werden kann.

 


 


More Information

185 Zeichnungen von EDITHA Pröbstle zur Ausstellung auf der Bundesgartenschau in Koblenz 2011

Kunstwerk Details

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..


Fragen?

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Werk? Schreiben Sie mir - Ich beantworte Sie gerne.

    Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.


    [shariff]